GASTBEITRAG · Maggie über natürliche Verhütung

Ja, ich habe mich getraut. Und das sogar zwei mal: Vor 5 Jahren habe ich die Pille abgesetzt, und vor 3 Jahren begonnen natürlich zu verhüten. Die erste Entscheidung habe ich noch in Absprache mit meiner Frauenärztin getroffen. Die zweite jedoch ganz allein. Und soll ich Euch etwas verraten? Ich hatte einen Riesenbammel. Eine Heidenangst, dass die vielen Vorurteile, die mein Umfeld und ich über natürliche Verhütung hatten, stimmen und ich schneller schwanger werde als ich meine Temperatur messen kann.

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Maggie · Foto by Venia Peuker

Als ich anfing mit 17 Jahren die Pille zu nehmen, fühlte ich mich komischerweise alles andere als ängstlich. Eher erwachsen und verantwortungsbewusst. Die Befürchtung, ungewollt schwanger zu werde hatte ich damals überhaupt nicht. Ärzte, Medien, Schule und Co suggerieren einem ja auch immer: Die Pille ist eines der sichersten Verhütungsmittel. Stimmt. Was einem aber leider niemand verrät: Die symptothermale Methode, also die Kombination aus Temperaturmessung und Zervixschleimbeobachtng ist genauso sicher. Nämlich zu 99,7 Prozent oder anders ausgedrückt: Nur 3 von 1000 Frauen werden innerhalb eines Jahres mit dieser Methode schwanger.

Nur 6 Tage

Sie basiert auf einem ganz einfachen Fakt: Die Eizelle ist pro Zyklus nur 12 bis 18 Stunden befruchtungsfähig. Hinzu kommen etwa 5 Tage, an denen Spermien im weiblichen Körper überleben können. Macht also 6 fruchtbare Tage pro Monat. Warum also für diesen kurzen Zeitraum seinem Körper einen ständigen Hormon-Cocktail zumuten? Für mich heute völlig unvorstellbar.

Doch ganz so einfach ist die Entscheidung für natürliche Verhütung sicherlich nicht. Weil es eben hunderte von Vorurteilen gibt. Viele Frauen denken zum Beispiel, sie sei nur mit einem regelmäßigen Zyklus möglich. Andere befürchten, ihren Lebensstil einschränken zu müssen. Doch das stimmt nicht. Die symptothermale Methode wurde so entwickelt, dass sie auch bei unregelmäßigen Zyklen und sogenannten Störfaktoren wie Alkohol, Krankheit oder Reisen genauso sicher und zuverlässig funktioniert.

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Foto by Karen Arnold via pixabay

Eine Frage der Technik

Trotzdem: bestimmt viel zu aufwendig, denken die meisten. Klar, die Methode muss erlernt und „geübt“ werden. Aber nach der anfänglichen Lernphase geht sie einem schnell in Fleisch und Blut über und integriert sich problemlos in den Alltag. Dafür sorgen heutzutage viele, coole Gadgets: Verhütungscomputer und Apps helfen bei der Auswertung und Unterscheidung der fruchtbaren und unfruchtbaren Tage. Ich selbst verwende momentan die App OvuView und das Baby-Mad-Thermometer, kann aber auch den Cyclotest myWay und die Daysy weiter empfehlen. Mit diesen beiden Verhütungscomputern kann natürliche Verhütung wirklich nicht einfacher sein. Alles, was Frau dafür braucht ist nur: Mut.

Weitere Informationen zur natürlichen Verhütungsmethode, zu geeigneten Apps und Verhütungscomputern sowie einen Rabatt für die Daysy findet Ihr auf Maggie’s Blog wearetheladies.de

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