TESTED · Der Cyclotest MyWay

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Als die Firma Cyclotest bei uns anfragte, ob eine von uns den neuen Zykluscomputer MyWay testen wolle, habe ich ganz laut HIER! gerufen.

Obwohl ich schon letztes Jahr die Entscheidung traf, mich von hormoneller Verhütung zu verabschieden, ließ ich mich aufgrund von extrem schmerzhafter hormoneller Akne im Gesicht wieder vom Frauenarzt bequatschen die Pille zu nehmen. “Das bisschen Hormone ist nicht so schlimm. Sie sind ja noch jung!”

Dazu sage ich jetzt lieber mal nichts, denn diese “niedrigdosierte” Hormonbombe hat mich zwar innerhalb von  drei Wochen wieder komplett von der Akne befreit, hat mich aber gleichzeitig richtig depressiv gemacht und auch ziemlich unausstehlich, wie mir mein Freund des öfteren zu verstehen gegeben hat…Ich habe selbst gemerkt, wie ich immer antriebs- und lustloser wurde. Außerdem war ich sehr leicht reizbar, was leider gar nicht zu mir passt, denn ich bin eigentlich alles andere als das. Es kam also der Moment, wo ich die verbleibenden Pillenpackungen in den Mülleimer warf und mich erneut dazu entschloss, das Thema Hormone ein für alle Mal hinter mir zu lassen, egal was kommt. Die Akne blieb bis heute aus (wohoo!) und ich kann nur sagen, dass ich charakterlich wieder ganz die Alte bin.

Deshalb krallte ich mir sofort den kleinen Computer von Cyclotest. Ich kenne meinen Körper zwar sehr gut und hätte das Temperaturmessen und Aufschreiben auf eigene Faust machen können, aber warum aktiv sein, wenn man auch faul sein kann?!

Wer, Wie, Was?

Der Cyclotest MyWay stammt von dem Hersteller UEBE Medical mit Sitz in Wertheim und sieht auf dem ersten Blick aus wie eine Multifunktion Fernbedienung der Zukunft. Ihr wisst schon, eine mit der man das ganze Haus steuern und per Knopfdruck Waschmaschine, Rasensprinkler und Co. anschmeißen kann.

In der hübschen Schachtel werden unter anderem Ladekabel, Kurzanleitung, ausführliche Anleitung, Akku, ansteckbares Thermometer, und Reisetäschchen mitgeliefert.

Ich muss gestehen, dass ich Betriebsanleitungen nicht so gerne mag und mir selten etwas durchlese, aber schließlich geht es hierbei um meine Fruchtbarkeit und ich habe noch nicht geplant schwanger zu werden. Da wollte ich lieber nichts dem Zufall überlassen. Ich studierte also die Anleitung, bevor ich das Gerät in Betrieb nahm.

An sich, macht der Cyclotest MyWay einen stabilen, hochwertigen Eindruck. Das Touch-Display funktioniert einwandfrei und es ist intuitiv bedienbar, was mir sehr gefallen hat.

Anfangs muss man sich noch durch die Grundeinstellungen fuchsen. Man kann nämlich allerhand Zusatzwerte eintragen wie zum Beispiel Beschwerden, wann der letzte Geschlechtsverkehr war, Störfaktoren und wie es mit dem Zervixschleim aussieht.

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Wie funktioniert’s?

Im Prinzip läuft das so: Jeden Morgen, kurz nach dem wach werden und BEVOR man verschlafen aus dem Bett kriecht, nimmt man das mit dem Gerät angeschlossene Thermometer, und misst die Temperatur im Mund. Man kann aber auch neben oral, auch rektal und vaginal messen. Das Schöne dabei ist, man muss es nicht selbst in einen Kalender eintragen und diesen dafür erst rauskramen, oder eine App dafür aufmachen, sondern kann sogar wieder wegdösen, denn der Computer zeichnet alles selbst auf und speichert den Wert automatisch ab.

Ich wartete auf den ersten Tag meiner Periode und los ging’s! Über den Touchscreen stellte ich mein vierstündiges “Zeitfenster” ein, in dem ich täglich messen wollte. Bei mir ist es zwischen 5 und 9 Uhr optimal. Da konnte ich nicht viel falsch machen, denn ich bin kein Langschläfer und muss oft sehr früh raus. Außerdem kann man sich vom Cyclotest wecken lassen, was ich zur Not immer eingestellt hatte.

Ich nahm den Thermometer, legte ihn mir unter die Zunge, drückte auf den Knopf und wartete bis das Piepsen zu hören war. Das ganze dauerte immer etwa eine Minute.

Sofort nach dem Erfassen der Temperatur, kann man sich eine Werte ansehen und es wird angezeigt, ob man an dem Tag fruchtbar oder unfruchtbar ist. Hier gibt uns das Gerät grünes Licht für die unfruchtbaren Tage, pink für die fruchtbaren und rot für die hochfruchtbaren. In der sogenannten Tages-Chart, hat man die wichtigsten Informationen nach Einschalten direkt auf einem Blick. Außerdem hat man die Wahl zwischen Kalenderansicht und Zykluskurve. Dort kann ich Informationen zum Zyklus und den genauen Temperaturverlauf  abrufen.

Es gibt auch noch ein paar kleine Zusatzfunktionen, sowie BMI Rechner und Hautpflege-Empfehlung, aber ich habe mich mit denen ehrlich gesagt noch nicht wirklich befasst.

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Und wie war’s?

Mein erster Zyklus verlief reibungslos! Das Gerät hat alles korrekt aufgezeichnet und hat keinerlei Spiränzchen gemacht. Meine prognostizierte Periode kam sogar auf den Tag genau. Dummerweise im Urlaub…bleugh! Aber damit muss man leben, wenn man hormonfrei verhütet. Der darauffolgende Zyklus war auch korrekt berechnet.

Da ich viel Reise, habe ich mich über dieses Reisetäschchen sehr gefreut! Alles war gut verstaut. Der Akku hielt den ganzen Zyklus, ohne aufladen zu müssen. Eines fand ich trotzdem doof daran, denn den Akku muss man, bevor man den MyWay in Betrieb nimmt, nämlich selbst ins Gerät reinfriemeln. Entweder habe ich mich extrem ungeschickt angestellt, oder es ist einfach ein bisschen tricky.

Vergesslich sein ist beim Cyclotest Myway keine gute Eigenschaft. Wer das Messzeitfenster verpasst oder es einfach ganz verpeilt zu messen, dem wird das nicht verziehen, denn nachgeholt werden kann sie nicht. Am nächsten Tag kann einfach wieder normal gemessen werden. Vergisst man aber die Messung mehrere Tage lang, fehlt dem Computer unter Umständen die Berechnungsgrundlage. Dann wird zur Sicherheit eine längere Zyklusphase angezeigt, weshalb die Messungen aber nicht ungenau werden.

Wer wie ich, viel reist und phasenweise unregelmäßig schläft, oder noch diese jugendliche Energie in sich trägt und ein kleines Partyhuhn ist und gerne mal einen über den Durst trinkt, sich gerne mal Abends einen Burger reinknallt, Medikamente nimmt, oft krank ist oder Fieber hat, muss damit rechnen, dass die Messungen ungenau werden. Hier kann man aber die Messung ausfallen lassen, oder sie als Störfaktor eintragen. Der Computer berechnet das mit ein.

Wenn man sich dann doch entscheidet schwanger zu werden, kann man ganz easy in den Kinderwunsch-Modus wechseln und die fruchtbaren Tage, Eisprung und alles andere errechnen lassen.

Eines muss ich auch noch kritisieren. Den Preis. Mit 309 € ist er für viele kein Schnäppchen, allerdings muss man sagen, dass man keine Folgekosten hat. Das Einsetzen der Spirale kostet auch zwischen 120-300 € und muss alle 3-5 Jahre erneuert werden, wonach wieder neue Kosten anfallen. Aber mit unserem 20€-Rabattcode betweencities tut die Anschaffung ein klein bisschen weniger weh :) Außerdem bietet der Hersteller eine Ratenfinanzierung, ohne versteckte Zusatzkosten an.

Preis hin oder her, ich kann den Cyclotest MyWay wirklich wärmstens empfehlen. Wenn du wie ich, keine Lust mehr auf hormonelle Verhütung hat und dafür Lust auf eine genaue, zuverlässige Temperaturmessungs-Methode hat, dann ist der kleine Computer die richtige Wahl für dich.

Und noch eins muss ich loswerden: ein mulmiges Gefühl hatte ich bei der Sache irgendwie keineswegs, obwohl ich eine Paniktante bin. Ich bin bis heute nicht schwanger und bin schon dait im 3. Zyklus. It’s a match!

- In collaboration with Cyclotest MyWay and UEBE Medical -

 

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