OOTD · Das perfekte Kleid und ein Filmfestival

Von meiner neuen Wahlheimat, der Schweiz, habe ich bis Dato noch nicht so viel gesehen, wie ich es gerne hätte. Ich pendle nämlich meistens von meinem Home Office nach München ins Büro und genieße die Wochenenden, in denen ich nicht im Auto sitzen muss auf dem See. Ok, jetzt nicht mehr, denn es ist arschkalt! Und obwohl ich es mir immer vorgenommen hatte, in Zürich mal feiern zu gehen, hat es bisher nie geklappt. Echt schade…

Aber, als mich meine Freundin Eva auf die Award Night des Züricher Film Festivals einlud, um die Premieren von ganz tollen neuen Streifen zu feiern und Harry Potter höchstpersönlich von der Nähe zu betrachten, war ich natürlich sofort dabei! Auf der Einladung war der Dresscode schnieke: Black Tie und langes Abendkleid. In Gedanken durchforstete ich meinen Schrank auf ein passendes Kleid, musste aber feststellen, dass ich es mit langen Abendkleidern nicht so habe. Die zwei, die in meinem Schrank hängen, passen zwar noch, waren mir aber irgendwie zu unspektakulär.

Ich klickte mich also auf der Suche nach Inspiration durch sämtliche Klatschportale und sah mir die Tops und Flops der Red Carpets an. Zu den best dressed auf den roten Teppichen gehören wohl – oh Wunder – Jennifer Aniston, Cameron Diaz, Anne Hathaway, Gwyneth Paltrow und Cate Blanchett, denn sie setzen auf schlichte, klassische Formen, hochwertige Materialien ohne groß rumzuexperimentieren. Genau mein Ding! Und schon klingelte bei meiner Freundin Katharina, Co-Founderin des Münchner Labels
WE.RE, das Handy, denn ich war mir sicher, dass sie etwas Hübsches für mich parat hat.

Einen Tag später stand ich bei ihr und ihrer Geschäftspartnerin Theresa in ihrem Laden in der Buttermelcher Straße auf der Matte und ließ mir ohne groß drumrum zu reden ein traumhaft schlichtes schwarzes Kleid aus reiner Seide in die Hände geben. In der Umkleidekabine wusste ich schon, dass ich und das lange Schwarze beste Freunde werden würden. Es saß auf Anhieb perfekt.

Die Veranstaltung an sich war toll! Vor allem die Award Night After Party. Man wurde draußen auf dem grünen Teppich empfangen und drinnen ging es mit Champagner (eugh!) und Austern (yay!) weiter. Was mich allerdings total enttäuscht hat war, dass ciele, mit denene wir ins Gespräch kamen, nichts mit der Filmindustrie zu tun hatte. Zum Kontakte knüpfen innerhalb meines Arbeitsfeldes, war es also eher ein Flop, wenn auch nicht ganz umsonst. Interessant war auch, die Vielzahl an – ich behaupte mal gekauften – Frauen asiatischer Herkunft, die damit beschäftigt waren, vermeintliche “Big Player” mit Tanz- und Showeinlagen bei Laune zu halten. Die zierlichste von allen Damen schob sich irgendwann den kompletten Vodka Flaschenhals in den Rachen und erntete Applaus und Jubel. Not bad.

Bis auf das ich mir auf dem Heimweg noch richtig schön die Autofelge kaputt gefahren habe, war es ein cooler Abend, bei dem es viel zu sehen gab. Merci, WE.RE und merci Zürich!

Happy Sunday!

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