YANNAH`S FAVORITES · Books To Read

Schon als Kind war ich ganz verrückt nach Büchern. Das hat sich seitdem auch nicht groß geändert, nur die Zeit wurde knapper und vor allen Dingen die Ruhe. Vielleicht ist es auch insgeheim meine Enttäuschung darüber, dass es kein Buch nach Harry Potter mehr geschafft hat, mich in SO große Begeisterung zu versetzen, die mich abhält, nachts zu lesen, statt zu schlafen.

Während ich im Alltag also leider viel zu selten zum Lesen komme, flippe ich im Urlaub aus und verschlinge Bücher, wie andere Gelato. Und weil gute Buchtipps eine Rarität sind, stelle ich euch heute zwei meiner etwas “neueren” Lieblinge vor, die es sich zu lesen lohnt.

Elsa ungeheuer von Astrid Rosenfeld

Alles beginnt mit dem tragischen Tod von Karls “Fetti” und Lorenz Mutter, die sich, geschmückt mit einer rosa Unterhose auf dem Kopf, vom Balkon stürzt. Was übrig bleibt, sind zwei verlorene Jungen, ein trauernder Vater, eine alte Haushälterin und der weltbeste Geschichtenerzähler Herr Murmelstein aka das Murmeltier.

Plötzlich wird die kleine Elsa, die eigensinniger kaum sein könnte, von ihrer Mutter, der schönen Mathilde, bei ihrem Onkel geparkt, damit diese in Ruhe auf Weltreise gehen kann und bringt von da an ordentlich Chaos in das Leben der Brüder, denen sie, ganz nebenbei, mächtig den Kopf verdreht.

Während eines Besuches in Den Haag kommen Lorenz und Karl das erste Mal mit der Kunstwelt in Berührung, in die sich später immer mehr hinein gezogen werden. Was als Kindergeschichte begann, entwickelt sich zu einem Drama um Ruhm, die Ewigkeit, feine Striche Kokain und die bitterlichen Abgründe der Kunstszene, das zeigt, wie sehr Kindheitserlebnisse das Erwachsenendasein prägen können.

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180 Grad Meer von Sarah Kuttner

Jule wohnt eigentlich in Berlin. Nachdem sie es sich aber bitterlich mit ihrem Freund verscherzt hat, muss sie da unbedingt für eine Zeit weg, weshalb sie sich, ganz untypisch, ein paar Euros von ihrem Sparkonto abhebt und den erstbesten Flug nach London bucht, wo ihr Bruder Jakob wohnt. Neben furchtbar vielen Dingen, hasst Jule insbesondere ihre selbstmordgefährdete Mutter, deren Ansicht nach Niemand mehr Aufmerksamkeit verdient, als sie selbst, und ihren grummeligen, ebenfalls in England lebenden Vater, für den sie nie mehr als eine wandelnde Enttäuschung war. Als der jedoch plötzlich an Krebs erkrankt, beginnt für eine Jule nicht nur eine Reise ans Meer, sondern vorallem zu sich selbst.

Wie viel dicker ist Blut denn tatsächlich als das ganze Wasser, das zwischen uns liegt?

Momentan lese ich Die unwahrscheinliche Pilgerreise des Harold Fry von Rachel Joyce. Für Bewertungen ist es jedoch noch zu früh, da ich aber schwer auf Selbstfindungs-Trips stehe, sehe ich gute Chancen.

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